Ausflug ins Bergwerk Merkers

Unser diesjähriger Ausflug der Feuerwehr ging ins Erlebnisbergwerk Merkers.

Das Erlebnisbergwerk ist ein Schaubergwerk im 150 Kilometer entfernten Merkers, in der Nähe von Bad Salzungen in Thüringen.

In diesem Werk wurde seit 1895, mit einer jährlichen Förderung von 10,9 Mio. Tonnen pro Jahr, bevorzugt Kalisalz, als ein natürliches und effizientes Düngemittel, abgebaut. Seit Ende der Förderung 1993 werden in den Schächten, die ein Streckennetz von rund 4600 Kilometern aufweisen, nur noch Sicherungsarbeiten durchgeführt und das Werk seit 1991 als Erlebnisbergwerk genutzt.

Nach einer kurzen Information und Einweisung ins Bergwerk und den Bergbau, ging es mit zwei erfahrene Bergleuten, die auch beim Abbau im Bergwerk Merkers jahrelang gearbeitet haben, mit dem Förderkorb in 90 Sekunden auf 500 Meter Tiefe. Unter Tage angekommen, begann die ca. 20km lange Tour mit dem offenen Lkw. Durch rund 2,5m hohe und rund 4m breite Abbaugänge, vorbei und durch Abbaukammern ging es zum ersten Halt, dem Museum. Dort erwartete uns in einem 1500m2 großen Raum eine Ausstellung der Geschichte des Bergbaus. Von der einfachen Ausstattung der Bergleute von damals bis heute, über einige Bergbaugroßfahrzeugen, sowie anschauliche Darstellungen war alles vorhanden. Weiter ging es zum Goldraum, hier wurden im zweiten Weltkrieges die Gold- und Devisenbestände der Deutschen Reichsbank, sowie einiges an Kunstschätzen eingelagert. Nach dem Auffinden der Schätze 1945 durch die Amerikaner, fuhr General Eisenhower persönlich in die Grube um den Raum und die Schätze darin zu begutachten. Der nächste Stopp war in einer größeren Abbruchkammer, dort wurde uns in einem Film, die Arbeitsschritte bei der Kaligewinnung, vom Bohren, Sprenglochbohren, Sprengen, Laden und Abtransport, bis hin zur Firstsicherung gezeigt. Anschließend wurde mit Hilfe von Lichtblitzen und Lautsprechern noch eine Sprengung simuliert. Danach ging die Fahrt in den ehemaligen Großbunker. In dem 250 Meter langen, 22 Meter breiten und rund 17 Meter hohen, beeindruckendem Raum, befindet sich der größte Untertage eingesetzte Schaufelradbagger der Welt. Bis 1993 diente der Bunker zum Zwischenlagern von bis zu 50000 Tonnen Rohsalz, heute ist er in 500 Metern Tiefe der größte Konzertsaal der Welt. Nach einer Demonstration der Akustik und einer Lasershow, ging es weiter zum letzten und tiefsten Haltepunkt. Die Kristallgrotte befindet sich 800 Meter Untertage und ist mit ihren bis zu einem Meter großen Salzkristallen weltweit einmalig. Die letzte und längste Etappe ging zurück zum Förderkorb, bei dem auch unsere Besichtigung endete.

Nach dem Mittagessen ging es weiter, zur Haunetalsperre und anschließend Richtung Heimat, mit einem  letzten Halt in der Nähe von Hammelburg.

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Text und Bilder : F.Schubert